Rückblicke

05. August 2026

Digitale Lösungen im Dorfladen – Was hilft wirklich im Alltag?

Wie können Händler Warenverluste reduzieren und gleichzeitig passende Lösungen für den eigenen Laden finden? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Workshop zum Thema Diebstahlschutz am 5. August 2026 im Innovation Living Lab EAH Jena. Dabei ging es nicht darum, möglichst viel Technik einzusetzen, sondern zunächst das konkrete Problem zu verstehen und anschließend passende Maßnahmen auszuwählen.

Nicht jede Bestandsdifferenz ist Diebstahl

(Bild: KI-generiert mithilfe von chat.openai.com)

Verluste entstehen zum Beispiel auch durch Fehl- oder Nichtscans an der Kasse, Falsche Buchungen, Beschädigungen oder Verder oder Fehler bei Anlieferung und Warenwirtschaft. Bevor eine Schutzmaßnahme ausgewählt wird, sollte deshalb zunächst geklärt werden, wo die tatsächliche Lücke liegt.

Wirksamer Schutz besteht aus vier Schritten

(Bild: KI-generiert mithilfe von chat.openai.com)

Im Workshop wurde Diebstahlschutz als zusammenhängender Prozess betrachtet:
1. Verhindern:
Risiken möglichst früh reduzieren, zum Beispiel durch gute Beleuchtung, freie Sichtachsen oder eine geeignete Platzierung gefährdeter Waren.
2. Erkennen:
Auffälligkeiten mit Kameras, Regalwaagen, EAS (Electronic Article Surveillance)/RFID (Radio Frequency Identification) oder Scanprüfungen sichtbar machen.
3. Reagieren:
Wenn eine Auffälligkeit erkannt wird, sollte klar sein, wer reagiert und was danach passiert, zum Beispiel durch Ansprache, Alarm, Remote-Meldung oder Sperrung.
4. Auswerten und verbessern:
Vorfälle dokumentieren, Muster erkennen und Maßnahmen anschließend überprüfen und anpassen.

Nicht immer ist die technischste Lösung die beste. Je nach Ladentyp und Risiko können bereits einfache Maßnahmen helfen – bessere Sichtachsen, klare Abläufe oder gezielte Produktsicherung.

Daneben gibt es technische Lösungen wie EAS, RFID, Kameras, Regalwaagen, Zutrittskontrollen oder Self-Checkout-Kontrollen. Werden mehrere Systeme miteinander verbunden, entstehen mehr Informationen und damit mehr Kontext. Gleichzeitig steigen aber auch Aufwand, Wartungsbedarf und Anforderungen an Datenschutz und Prozesse.

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